Mobilitätskonzept 2030: Stadt Aichtal

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Mobilitätskonzept

Aichtal 2030

Den Hintergrund für dieses Mobilitätskonzept bildet die Stadtentwicklungsplanung, mit der sich der Aichtaler Gemeinderat seit längerem beschäftigt. Neben den baulichen Aspekten tauchen dabei auch immer wieder Fragen zum Verkehr auf. Um zukunftsweisende Entscheidungen in beiderlei Richtungen treffen zu können, müssen daher zuerst alle Verkehrsströme erfasst werden. Dazu zählen nicht nur Pkws und Lkws sondern auch landwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Fußgänger und Radfahrer. Diese Daten fließen später unter anderem in Bebauungspläne, Rahmenpläne oder Machbarkeitsstudien ein.

Dabei gliedert sich das Mobilitätskonzept in drei Phasen:

  • Analyse
    Mit der Analyse wird im Herbst begonnen. Sie startet mit den „Stadtteilspaziergängen“. Dazu wird die Bevölkerung eingeladen, denn deren Meinung und Erfahrung ist wichtig und soll mit einbezogen werden. Bei diesen Spaziergängen werden Auffälligkeiten und die örtlichen Gegebenheiten erfasst. Die Verkehrszählung findet erst im Frühjahr statt, da aufgrund der zurzeit bestehenden Baustellen und Umleitungen keine aussagekräftigen Zahlen erhoben werden können. Zusätzlich wird die Bevölkerung über eine Haushaltsbefragung beteiligt. Damit sollen die pro Woche zurückgelegten Verkehrswege und die dazu benutzten Verkehrsmittel erfasst werden.
  • Prognose
    Die Auswertung der Ergebnisse der Verkehrszählungen und der Stadtteilspaziergänge sowie der Haushaltsbefragung lassen Schlüsse zu auf die zu erwartenden Verkehrsströme.
  • Maßnahme
    Aus der Prognose lassen sich in den nächsten Jahren Maßnahmen entwickeln.

Teil A: Verkehrsanalyse - Abschlussbericht steht online zur Ansicht bereit

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Mobilitätskonzept Aichtal 2030 wird nach den derzeitigen Planungen bis Ende März 2021 fertiggestellt. Es besteht aus 3 Abschnitten:

  • Teil A: Verkehrsanalyse
  • Teil B: Verkehrsprognose
  • Teil C: Verkehrskonzept (aus der Zusammenführung der Teile A und B) 

Ursprünglich war vorgesehen, Ihnen diesen Bericht im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorzustellen und ausführlich zu erläutern. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die für das Frühjahr 2020 bereits terminierte Veranstaltung  mit Bürgerbeteiligung jedoch leider abgesagt werden. Wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung wären Workshops in kleinen Gruppen zu bestimmten Themen der Verkehrsanalyse gewesen. Diese Form der Beteiligung ist aufgrund der wieder verschärften Regelungen zur Corona-Pandemie nach wie vor nicht im gewünschten Umfang möglich. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen den Abschlussbericht  zur Verkehrsanalyse nun online zur Verfügung. Hier können Sie die Präsentation als PDF-Datei herunterladen. (PDF-Datei)

Selbstverständlich können Sie dazu Fragen stellen und/oder weitere Anregungen, Kritikpunkte und Ideen einbringen. Nutzen Sie hierfür bitte die folgenden Kontaktdaten:

Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit und Ihre Anregungen.

Lorenz Kruß
Bürgermeister

Aktuelles

zum Mobilitätskonzept

Fit für die Zukunft Aichtal gibt Mobilitätskonzept in Auftrag

(tab) Aichtal macht sich fit für die Zukunft. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat der Stadt eine umfassende Untersuchung und Beurteilung des gesamten Verkehrs im Stadtgebiet Aichtal - das Mobilitätskonzept Aichtal 2030 - in Auftrag gegeben. Was genau es damit auf sich hat, wurde der Bevölkerung am Dienstag in der Festhalle Aich von Bürgermeister Lorenz Kruß und dem beauftragten Planungsbüro BS Ingenieure aus Ludwigsburg vorgestellt.

Rund 50 Personen waren der Einladung gefolgt, um sich über das Konzept zu informieren, Anregungen und Fragen einzubringen. Den Hintergrund für dieses Mobilitätskonzept bildet die Stadtentwicklungsplanung, mit der sich der Aichtaler Gemeinderat seit mehreren Monaten beschäftigt. Neben den baulichen Aspekten tauchen dabei auch immer wieder Fragen zum Verkehr auf. Um zukunftsweisende Entscheidungen in beiderlei Richtungen treffen zu können, müssen daher zuerst einmal alle Verkehrsströme erfasst werden. Dazu zählen nicht nur Pkws und Lkws sondern auch landwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Fußgänger und Radfahrer. Diese Daten fließen später unter anderem in Bebauungspläne, Rahmenpläne oder Machbarkeitsstudien ein.

Frank Schäfer von BS Ingenieure erläuterte dazu das weitere Vorgehen der nächsten Monate. Gegliedert ist das Mobilitätskonzept in drei Phasen. Am Anfang steht die Analyse, gefolgt von der Prognose und den daraus entwickelten Maßnahmen. Im Herbst wird zunächst mit der Analyse begonnen, die mit den „Stadtteilspaziergängen“ startet. Hierzu wird die Bevölkerung eingeladen, denn deren Meinung und Erfahrung ist wichtig und soll mit einbezogen werden. Bei diesen Spaziergängen werden Auffälligkeiten und die örtlichen Gegebenheiten erfasst. Die Verkehrszählung findet erst allerdings im Frühjahr statt, da aufgrund der zurzeit bestehenden Baustellen und Umleitungen keine aussagekräftigen Zahlen erhoben werden können. Anders als früher erfolgt die Zählung nicht mehr durch Schüler, sondern mit Kameras, die den aufkommenden Verkehr unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen filmen, die Geschwindigkeit wird zudem über Mikrowellensender an Verkehrsmasten erfasst. An bestimmten, vorher jedoch nicht angekündigten Tagen, wird das Kraftfahrzeugaufkommen an verschiedenen Hotspots erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend entsprechend hochgerechnet. Zudem erfolgt an einem Tag an 30 Knotenpunkten eine Verkehrsbefragung, dazu werden an jeweils vier Stunden morgens und abends die Verkehrsteilnehmer zu ihren zurückgelegten Fahrwegen befragt. Zusätzlich wird die Bevölkerung über eine Haushaltsbefragung beteiligt. Damit sollen die pro Woche zurückgelegten Verkehrswege und die dazu benutzten Verkehrsmittel erfasst werden. 

Schon im Vorfeld ist das Interesse an der Thematik groß und die Zuhörer an dem Abend beteiligen sich rege, nutzen die Möglichkeiten sich zu informieren und Fragen zu stellen. Nachdem parallel zum Mobilitätskonzept auch eine Lärmaktionsplanung erstellt wird, wollten die Anwesenden wissen, welcher Verkehrslärm in die künftige Planung miteinfließt, ob darunter auch der Fluglärm oder die beiden Bundesstraßen B 27 und B 312 fallen. Diplomingenieur Schäfer antwortete, dass der Fluglärm dabei nicht erfasst wird, zu den Bundesstraßen könne er nichts sagen. Dass die Bundesstraßen für Unmut sorgen, zeigten die weiteren Feststellungen und Fragen eines Zuhörers. Bei Überlastungen der Bundestraßen und der Autobahn aufgrund von Unfällen, Umleitungen oder Sperrungen suchen sich die Autofahrer alternative Ausweichrouten, die ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für Aichtal bedeuten. Durch einen Ausbau der B 27 würde sich, seiner Ansicht nach, der Verkehr noch mehr ins Aichtal verlagern, deshalb möchte er wissen, welche Lärmschutzmöglichkeiten bestehen und ob eine Entlastung des Gebietes Froschegert beispielsweise über das Gewerbegebiet Riedwiesen denkbar wäre.

Konkrete Aussagen zur Lärmbelastung können laut Schäfer erst nach den Erhebungen und Auswertungen erfolgen, allerdings fließt ein Umleitungsverkehr nicht in die Erhebung ein. Hierbei handelt es sich um Ausnahmesituationen, die keine Rückschlüsse auf den normalen Zustand zulassen. Laut Bürgermeister Lorenz Kruß war eine Weiterführung der Straße zur Rudolfshöhe mit Anschluss an das Gewerbegebiet Riedwiesen schon einmal projektiert, jedoch nie weiterverfolgt worden.  Inwiefern Bedarf für einen Anschluss ans Gewerbegebiet bestehe, werde in der Untersuchung betrachtet.

Ein Zuhörer möchte gerne den öffentlichen Personennahverkehr im Konzept mehr berücksichtigt und besser ausgebaut sehen. Laut Bürgermeister Lorenz Kruß werde dies über den Nahverkehrsplan, der vom Kreistag beschlossen wurde, versucht. Dies gestalte sich jedoch nicht so einfach, da sehr viele Akteure mit an Bord seien und vor Bekanntgabe eines ersten Ergebnisses noch diverse Eckpunkte zu klären seien. Insbesondere stehe noch eine Stellungnahme des Landkreises zu grundsätzlichen Fragestellungen aus.

Als ein weiteres Ärgernis empfindet ein Bürger den Schwerlastverkehr durch die Stadt und erkundigt sich nach einem Lenkungskonzept. Laut dem Rathauschef betrachte das Konzept auch diese Verkehrsströme. Das Ergebnis bedingt allerdings das weitere Vorgehen. Zusätzlich war von Interesse, ob auch die Planung des neuen Gewerbegebietes erfasst werde, dies bestätigt Kruß ebenfalls. Eine weitere Bürgerin sorgte sich um die Sicherheit der Schulkinder im Sulzweg, denn dort würden die Autos zu schnell fahren und die Fußwege zuparken. Daraus ergeben sich oft gefährliche Situationen. Bürgermeister Kruß versicherte, der Sulzweg sei Teil der Analyse und die Stadt hätte ein besonderes Augenmerk darauf.

Auf Fragen zum Rad- und Fußverkehr verdeutlichte Frank Schäfer, es handele sich um eine Angebotsplanung, in dem die Gemeinden den Verkehrsteilnehmern öffentliche Flächen zur Benutzung zur Verfügung stellen. Damit dieses Angebot auch dem Bedarf entspricht, sei es wichtig, sich bei der Befragung einzubringen. Möglichkeiten dazu hat die Bevölkerung über die Haushaltsbefragung, die Ortsteilspaziergänge, Arbeitskreisen und den noch folgenden öffentlichen Veranstaltungen.

Powerpoint Präsentation zur Veranstaltung

Hier finden Sie die Powerpoint Präsentation zur Veranstaltung in der Festhalle am 20.07.2016

Fragen und Anregungen

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Mobilitätskonzept? Gerne können Sie sich an das Büro BS Ingenieure wenden.

Ortsteilbegehungen

Ortsteilbegehung Aich

(tab) Bereits als das „Mobilitätskonzept Aichtal 2030“ vorgestellt wurde, sind die Ortsteilbegehungen angekündigt worden, doch sie wurden ins Frühjahr verschoben. Der Grund: Durch die zahlreichen Baustellen und Umleitungen in der Umgebung konnten die für das Mobilitätskonzept wichtigen Verkehrsbefragungen und –messungen bisher noch nicht stattfinden. Durch den Umleitungsverkehr wären die zu erfassenden Zahlen verfälscht worden. Darum werden auch die Ortsteilbegehungen später durchgeführt.

Am Dienstag war es dann soweit. Der Andrang war groß. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind der öffentlichen Einladung der Verwaltung gefolgt, um sich über die Zukunftspläne zu informieren und eigene Anregungen einzubringen. Den Auftakt der drei Veranstaltungen machte die Ortsbegehung in Aich. Bürgermeister Lorenz Kruß und Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure Ludwigsburg begrüßten die Teilnehmer im Foyer des Aicher Rathauses. Anhand des Ortsplanes legten sie die zu besichtigenden Schwerpunkte fest, erklärten das weitere Vorgehen. Beide betonten, wie wichtig es ihnen sei, die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen der Bewohner zu erfahren.

Dass der Unmut über den in den letzten Jahren zugenommenen Straßenlärm und Verkehr groß ist wurde bereits beim ersten Stopp deutlich. An der Ampelkreuzung Waldenbucher Straße zur Stuttgarter Straße. Die Bürgerinnen und Bürger machten ihrem Ärger und ihre Sorgen Luft. Der Lkw-Verkehr habe deutlich zugenommen und damit der Lärm und die Gefahr für die Kinder an der Ampelkreuzung. Die Kreuzung ist nicht gut einzusehen und viel zu knapp bemessen für die großen Fahrzeuge. Unverständnis besteht darüber, dass die Lastwagen aus dem Gewerbegebiet zu wenig die Auffahrt auf die B312 nutzen, die direkt ans Industriegebiet anschließt. Ärgerlich sei außerdem, der fehlende Anschluss an die B27. Der könnte entlasten, genauso wie ein nächtliches oder generelles Lkw-Fahrverbot durch Aich, sind sich die Bürger sicher.

Schwierig sehen sie auch die Belastung der Nebenstraßen durch Ortskundige, die den Weg abkürzen, vor allem Richtung Sulzweg, betroffen sind hier neben der Brunnen- auch die Keplerstraße. Ganz andere Probleme ergeben sich in der Straße zur Rudolfshöhe. Die neu ausgebaute Straße sei für Fußgänger gefährlich, denn Straßenkreuzungen lassen sich beim Überqueren nicht gut einsehen, stellte ein Bürger fest. Das gleiche Problem ergibt sich an der Grötzinger Straße auf Höhe des Friedhofes. Durch die am Straßenrand parkenden Autos bei Beerdigungen kann die Straße nur schlecht eingesehen werden, denn weder Zebrastreifen noch Querungsinsel sind hier vorhanden.

Die meisten Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, die an der Ortsbegehung teilgenommen haben, bestehen darin, die Straßen vor allem auch für Kinder sicherer zu machen, indem neue Querungshilfen geschaffen und die Fahrbahnen verengt werden, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Um den Verkehr zu verringern sollten zusätzliche Bushaltestellen geschaffen werden, vielleicht steigt, dann der ein oder andere auf den öffentlichen Personennahverkehr um. Die eingebrachten Anregungen werden vom Ingenieurbüro aufgenommen und auf mögliche Lösungen hin überprüft.

Sie werden in das Gesamtkonzept einfließen, wenn tatsächlich Verbesserungen erzielbar sind. Welche Maßnahmen in welchen zeitlichen Rahmen umgesetzt werden können, entscheidet der Gemeinderat nach Vorlage des gesamten Konzepts. Dies wird allerdings noch etwas dauern, denn das Projekt hat erst begonnen.

Ortsteilnbegehung Neuenhaus

(tab) Im Rahmen des „Mobilitätskonzeptes Aichtal 2030 und Lärmaktionsplan“ fand am Dienstag die Ortsbegehung in Neuenhaus statt.

Rund 20 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung der Stadtverwaltung gefolgt, um ihre Ideen, Anregungen und Wünsche bei einem gemeinsamen Rundgang einzubringen und mit Bürgermeister Lorenz Kruß, Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure, Stadtbaumeister Matthias Hirn und Ordnungsamtsleiterin Sabine Zalder zu besprechen.

So unterschiedlich die Anliegen auch sind, eines wünschen sich allerdings alle Teilnehmer, dass sowohl der Verkehrslärm als auch das Verkehrsaufkommen nach Möglichkeit reduziert wird. Denn das hohe Verkehrsaufkommen wird von den Bürgerinnen und Bürger auch als eine Gefahr für die Schulkinder gesehen. Viele der Kleinen müssen neben der Schönaicher Straße, auch die Häfnerstraße überqueren, um zur Schule zu gelangen.

Vorschläge, wie vorgetragene Wünsche umgesetzt werden könnten, reichten von Tempolimit bis hin zu Fahrbahnverengungen und mehr Zebrastreifen. Sogar Ausweichbrücken und eine zusätzliche Straßen, die direkt zum Festplatz führt, wurden als Idee an die Verwaltung herangetragen.

Konkrete Maßnahmen werden noch nicht festgelegt, denn die Anregungen werden erst zusammen mit Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Sie werden in das Gesamtkonzept einfließen, wenn tatsächlich Verbesserungen erzielbar sind. Welche Maßnahmen in welchen zeitlichen Rahmen umgesetzt werden können, entscheidet der Gemeinderat nach Vorlage des gesamten Konzepts. Dies wird allerdings noch etwas dauern, denn das Projekt hat erst begonnen. Über den Fortschritt wird zeitnah berichtet.

Ortsteilbegehung Grötzingen

(wm) Die dritte Ortsbegehung im Rahmen des „Mobilitätskonzeptes Aichtal 2030“ fand am Dienstag, 23. Mai, in Grötzingen statt. Zunächst erläuterte Bürgermeister Lorenz Kruß, welchen Weg die ca. 25 Teilnehmer nehmen könnten und dass ein separater Spaziergang auf der Rudolfshöhe und dem Wohngebiet Froscheggert inklusive Schwabstraße in Planung sei. Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure machte auf die voraussichtliche Verkehrserhebung und -zählung im Juli aufmerksam. Außerdem wird es eine Haushaltsbefragung geben, bei der ein dreiseitiger Fragebogen pro Haushalt ausgefüllt werden solle. Diese Erhebungen seien ein wertvoller Bestandteil der Planung, da dadurch beispielsweise ermittelt werden könne, wie viel Durchgangsverkehr herrscht oder welche Wege genutzt würden. Hier bat er um eine rege Beteiligung.

Vom Treffpunkt des ehemaligen Rathauses ging es zur Kreuzung Hindenburgstraße -Kelterplatz. Dort wurde auf das Kopfsteinpflaster hingewiesen, dass zusätzlich zum starken Verkehr von und nach Neckartailfingen über die alte Poststraße Lärm verursacht. Die meisten Autos würden hier auch mehr als die vorgeschriebenen 30km/h fahren. Außerdem wurde auf die Gehwegsituation aufmerksam gemacht. Auf der einen Straßenseite sind Parkplätze eingezeichnet, die ein Durchkommen der Fußgänger unmöglich machen, aber notwendig seien. Über die Schulstraße ging es dann weiter in die Paradiesstraße. An der Einmündung in die Wolfschluger Straße wurde um eine Verkehrsinsel gebeten, um einfahrende Autos auszubremsen. Da diese Straße aber eine Kreisstraße sei, könne man hier nur Vorschläge machen. Von dort aus ging es nach unten zur Nürtinger Straße, über die Harthäuser Straße zur Albstraße. Hier quert der Schulweg der angrenzenden Wohngebiete. Als Anregungen kamen ein Zebrastreifen oder eine Querungsinsel wie vor dem Sportheim ins Gespräch. Diese sei allerdings zu kurz: Wenn man mit dem Fahrrad die Raiffeisenstraße überqueren wolle, stehe immer ein Rad auf der Straße. Ein weiterer Fußgängerüberweg kam zur Sprache: Der Zebrastreifen Richtung Edeka. Das Schild sei im Sommer nicht gut zu erkennen und eine bessere Beleuchtung wäre wünschenswert. Anregungen für diese Straße müssen allerdings an das Land weitergegeben werden, da es sich um eine Landesstraße handle.

Zum Thema Verkehrsschilder wurde angemerkt, dass es wünschenswert sei, dass Anwohner dafür Sorge tragen müssen, dass die Schilder gut lesbar und nicht hinter Pflanzen verdeckt werden. Manch einer wünschte sich in allen Ortsdurchfahrten Tempo 40. Insgesamt waren es gute Anregungen, die geprüft und dann gegebenenfalls ins Mobilitätskonzept mit einfließen werden. Nach der Machbarkeitsprüfung wird der Gemeinderat dann über das gesamte Konzept entscheiden.

Ortsbegehung Rudolfshöhe, Schwabstraße und Froschegert

(wm) Auch der vierte Stadtteilspaziergang „Rudolfshöhe, Schwabstraße und Froschegert“ am 27. Juni war mit 20 Personen gut besucht. Bürgermeister Lorenz Kruß begrüßte die Teilnehmer und erklärte mit Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure das weitere Vorgehen des „Mobilitätskonzeptes Aichtal 2030 und der Lärmaktionsplanung“. Der erste Schritt sei die Analyse. Dazu zählen die Spaziergänge, die späteren Haushaltsbefragungen, Verkehrszählungen und -erhebungen. Allerdings sei eine Verkehrserhebung, bei der die Autofahrer von der Polizei angehalten werden müssen, um nach ihrem Ziel befragt zu werden, zurzeit nicht möglich. Die Ordnungshüter seien ausgelastet und hätten deshalb keine freien Kapazitäten für solch eine zeitaufwändige Angelegenheit.

Nach der Analyse folgt die Erstellung einer Verkehrsprognose, die anhand eines PC-Models errechnet wird. Am Computer können dann unterschiedliche Szenarien eingegeben und der neu entstandene Verkehrsfluss beurteilt werden. Anhand dieses Models kann ein Maßnahmenkonzept ausgearbeitet werden. Nach jedem einzelnen Schritt soll eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden.

Der Stadtteilspaziergang dient nun dazu, die Bürger in den Bereich der Analyse bestmöglich mit einzubeziehen. Denn keiner fährt, läuft, parkt oder nimmt öfter die Öffentlichen Verkehrsmittel von Ihrem Zuhause aus, als Sie. Falls Sie noch ein Anliegen haben, können Sie sich gerne an den Bürgermeister Lorenz Kruß oder Dipl.-Ing. Frank Schäfer wenden.

Der erste Halt des Spaziergangs war an der Kreuzung Lessingsstraße – Schillerstraße beim Kinderhaus Weckholder. Hier wurde darauf hingewiesen, dass man beim Abbiegen aus der Schillerstraße eine sehr schlechte Sicht habe. Als Vorschlag kam ein Stoppschild anzubringen. Leider lässt sich dies nicht umsetzen, da man in 30er-Zonen keine Stoppstellen einrichten darf. So muss jeder Vorschlag zunächst überprüft werden, ob eine Umsetzung erlaubt, möglich und von Nutzen ist. Am Ende entscheidet der Gemeinderat über die genaue Umsetzung und den Zeitplan.

Es wurde auch auf die zum Teil schlechten Straßenzustände hingewiesen. An manchen Stellen sind tiefe Löcher im Asphalt, was für Radfahrer schnell zur Falle werden kann. Auch als gefährlich wurde die Kreuzung Goethestraße – Schillerstraße beschrieben. Meist dicht an dicht geparkte Autos versperren den Abbiegern die Sicht. Auch aus Richtung Harthausen sei das Einfahren in die Schillerstraße schwierig. Außerdem sei der Fußweg entlang der Harthäuser Straße bei Nacht sehr düster, weshalb eine Laterne wünschenswert sei.

Viele Besucher des Spaziergangs bemängelten auch, dass Autofahrer die Harthäuser Straße viel zu schnell befahren würden. Hier wies Schäfer darauf hin, dass Straßen, auf denen nur eine Seite bebaut sei, überall zum Rasen einlüden. Das ähnliche Problem stellt sich in der Schwabstraße beim Kinderhaus.

Im Froschegert kam die Parkplatzsituation zur Sprache. Vor allem samstags und sonntags sei es besonders schwierig. Ein Besucher machte den Vorschlag, man solle es so machen wie in Singapur: Ohne Stellplatz keine Zulassung für das Auto. Ein anderer schlug vor, man solle die Garagen der Anwohner auf Fremdnutzung kontrollieren. Eine Garage sei zum Parken da und nicht als Lagerraum. „Dank“ der vielen (falsch) parkenden Autos gibt es an manchen Stellen sogar Probleme mit der Müllabfuhr, so dass die Tonnen nicht geleert würden.

Den Abschluss der Begehung bildete der Kreisverkehr in der Straße zur Rudolfshöhe. Hier wurde bemängelt, dass viele Fahrer einfach über den Kreisverkehr fahren würden, anstelle der ordnungsgemäßen Straßenführung. Das Ziel der Verkehrsberuhigung sei somit nicht erreicht. Der Kreisel muss allerdings überfahrbar bleiben, da große Fahrzeuge, wie Busse oder LKWs, einen zu großen Wendekreis haben und sie somit nicht um die Kurve kommen.

Es wurde auch festgestellt, dass viele den Blinker beim Abfahren aus dem Kreisverkehr nicht benutzen.