Ersatzneubau der Aichtalbrücke verschoben!
Das Land Baden-Württemberg hat entschieden, die Ersatzneubauten der Aichtalbrücke und des Ermstalviadukts gemeinsam unter einer einzigen Vollsperrung der B 312 umzusetzen. Die Stadt Aichtal begrüßt diesen Schritt ausdrücklich: Er schafft erstmals Planungssicherheit und verhindert zwei getrennte Sperrungen, die die Region deutlich stärker belasten würden.
Durch die Bündelung verschiebt sich der Baubeginn jedoch auf frühestens das zweite Halbjahr 2029.
Bürgermeister Sebastian Kurz: „Bündelung ja, aber sie ersetzt keinen Parallelbau“.
Bürgermeister Sebastian Kurz unterstützt die Entscheidung des Regierungspräsidiums, macht aber deutlich:
„Zwei getrennte Vollsperrungen wären für die Region nicht zumutbar. Die Bündelung ist richtig. Jetzt muss das Land den nächsten Schritt gehen und den Parallelbau ernsthaft prüfen.“
Die Stadt Aichtal hält weiterhin am Ziel eines echten Parallelbaus fest. Nur so könne die Bauzeit verkürzt und der Verkehr während der Arbeiten weitgehend aufrechterhalten werden, eine spürbare Entlastung für Pendler, Unternehmen und die Anwohner der Ortsdurchfahrten.
Warum ein Parallelbau weiterhin notwendig ist
Ein gemeinsamer Ersatzneubau ist sinnvoll, verkürzt aber die Verkehrsbelastung nicht automatisch.
Zwischen der ersten Ankündigung im Oktober 2024 und einem möglichen Baubeginn 2029 liegen fast fünf Jahre. Zeit, die für die planungsrechtliche Prüfung eines Parallelbaus genutzt werden sollte.
Eine lange Vollsperrung verursacht erhebliche volkswirtschaftliche Schäden für Betriebe, Beschäftigte, Lieferketten und den Einzelhandel. Diese Kosten müssen in die Bewertung einfließen.
Regionale Auswirkungen: weit mehr als Aichtal betroffen
Die Vollsperrung der B 312 wird das gesamte regionale Verkehrsnetz beeinflussen. Neben Aichtal sind u. a. Neckartenzlingen, Metzingen und Reutlingen betroffen - dort beginnt ab 2030 der Bau der Regional-Stadtbahn. Auch weitere Gemeinden entlang der Verkehrsachse müssen mit deutlichen Auswirkungen rechnen.
Die Stadt Aichtal fordert daher eine echte regionale Verkehrsplanung statt isolierter Betrachtungen einzelner Baustellen.
„Es geht nicht um eine Brücke in Aichtal. Es geht um eine Verkehrsachse für die gesamte Region. Gerade deshalb stehe ich im engen Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen in Metzingen und Reutlingen. Wir brauchen jetzt eine echte regionale Verkehrsplanung, abgestimmt mit den betroffenen Städten und Gemeinden und keine Lösung, die am Ende zulasten der Ortsdurchfahrten geht.“
Was die Stadt Aichtal jetzt erwartet
- Ernsthafte Prüfung des Parallelbaus
- Ein belastbares, frühzeitig vorliegendes Umleitungskonzept
- Enge Abstimmung mit allen betroffenen Städten und Gemeinden
Bürgermeister Sebastian Kurz betont: „Wir sprechen über eine Bauzeit, die frühestens im zweiten Halbjahr 2029 beginnt. Diese Zeit sollte genutzt werden, um die beste Lösung für Bürger, Pendler und Wirtschaft zu ermöglichen.“
Weitere Informationen und ein FaQ zum Thema finden Sie hier.









