Stadtverwaltung setzt auf Künstliche Intelligenz
icon.crdate10.07.2025
Wie kann Künstliche Intelligenz sinnvoll in der Stadtverwaltung eingesetzt werden – und das datenschutzkonform? In einem ganztägigen Workshop hat sich die Verwaltung Aichtal intensiv mit Chancen, Risiken und praktischen Anwendungen von KI beschäftigt. Ziel ist es, digitale Werkzeuge verantwortungsvoll zu nutzen und die Kompetenz im Umgang mit neuen Technologien gezielt auszubauen.
Stadtverwaltung öffnet sich Künstlicher Intelligenz
Wie kann Künstliche Intelligenz die Arbeit in einer Stadtverwaltung unterstützen und den Anforderungen des Datenschutzes genügen? Mit dieser Frage hat sich die Stadtverwaltung Aichtal in einem ganztägigen Inhouse-Workshop intensiv befasst. Möglich wurde die Fortbildung durch das große Interesse der Mitarbeitenden und das Bestreben, digitale Entwicklungen aktiv und kompetent mitzugestalten.
Verantwortungsvoller Umgang
„Wir wollen die Chancen der Digitalisierung für Aichtal nutzen, aber mit Verantwortung, Sorgfalt und Augenmaß“, erklärt Bürgermeister Sebastian Kurz. Gerade bei Themen wie Künstlicher Intelligenz kommt es darauf an, Wissen aufzubauen, Risiken zu kennen und eigene Maßstäbe zu entwickeln. Die Schulung leitete Kommunikationsberater Reto Bosch von der Beratungsagentur Boschkomm. Er begleitet Städte und Gemeinden unter anderem dabei, ChatGPT und Co. praxisnah und datenschutzkonform in der kommunalen Kommunikation einzusetzen.
Chancen und Grenzen
Im Fokus des Workshops standen sowohl die Chancen als auch die Grenzen der Anwendung. Neben einer grundlegenden Einführung in das Thema KI und Sprachmodelle wie ChatGPT wurden rechtliche Grundlagen und Datenschutzaspekte behandelt. Besonders im Fokus standen dabei die EU-KI-Verordnung und die Verantwortung öffentlicher Stellen. Konkrete Anwendungsbeispiele aus dem kommunalen Alltag zeigten auf, wo KI etwa bei Textarbeit oder internen Prozessen hilfreich sein kann.
Ein Schwerpunkt lag auf dem korrekten und präzisen Prompten, also der gezielten Eingabe von Anweisungen, um verlässliche und passende Ergebnisse zu erhalten. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten das Erlernte in praktischen Übungen direkt ausprobieren, mit Beispielen, die aus der kommunalen Verwaltungspraxis stammen.
Zudem wurde ein KI-Tool vorgestellt, das sich in der Anwendung genauso verhält wie bekannte Systeme, aber speziell für den Einsatz im öffentlichen Bereich entwickelt wurde. Alle Teilnehmenden erhielten am Ende des Workshops eine Teilnahmebescheinigung, auch als Nachweis im Sinne der Kompetenzpflicht, wie sie durch die EU-KI-Verordnung vorgesehen ist.









