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Täleshexen und Klingenbachgeister stürmen Aichtaler Rathaus

(tab) Strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad lockte Aichtals Bevölkerung in Scharen aus dem Haus, um beim Rathaussturm am Donnerstag dabei zu sein. Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten die Täleshexen zusammen mit den Klingenbachgeistern das Rathaus und nahmen Bürgermeister Lorenz Kruß den Schlüssel ab.
Bedauernd stellen beide Zünfte fest, der Bürgermeister will seine Stadt verlassen, denn die Liebe sei am Verblassen. Seine Neue habe ein Sparbuch richtig dick. Da sei das Aichtal nicht mehr schick. Gründe nennen sie gleich mit: Eine Weihnachtsrede habe er gehalten und der Gemeinderat war ungehalten. „Die Rute hat der Rathauschef gezogen“, Toleranz und Respekt im Aichtal sind verflogen. Ein Zusammenleben gibt es nicht, jeder denkt nur noch an sich. Die nächste Generation, so hoffen Klingenbachgeister und Täleshexen, bringe das wieder in Ordnung. Lobend erwähnten sie die sanierte Straße da vorne, die ganz schön geworden sei. Doch beklagten zugleich „der Respekt in Aichtal der ist weg“, da stimme es nicht, hat doch einer während der Bauzeit ziemlich mitgeholfen und dem Bürgermeister vor die Füße gespuckt.
Zum Schluss bleibt den Narren nur, ihrem Bürgermeister noch eine gute Reise zu wünschen denn: „Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance,“ ist ihr Fazit.
Auch aus der Bürgerschaft kam Bedauern, in Form eines Leserbriefes, der sich im Narrenbriefkasten befand. Nach über 50 Jahren war es höchste Zeit, die Aicher Ortsdurchfahrt zu renovieren, denn der Asphalt auf Straße und Gehweg sei von den Klauen der Geißen, so werden die Aicher genannt, am Ende gewesen und konnte nur noch abgefräst und neu geteert werden. Von Anfang bis Ende waren die Baumaßnahmen von schweren Zwischenfällen belastet. Sogar ein Lama habe sich unter den Baustellengegnern aufgehalten, das den Rathauschef bespuckte. Dies sei laut Lesebriefschreiberin der Knackpunkt für den Rathauschef gewesen, um zu sagen jetzt reicht es, ich wende mich von Aichtal ab und bewerbe mich in Aichwald als Bürgermeister.
In seiner Rede zollte Bürgermeister Lorenz Kruß den beiden Aichtaler Narrenzünfte Respekt. Letztes Frühjahr waren die Täleshexen und Klingenbachgeister in Frankreich eingeladen und liefen beim Umzug in der Partnergemeinde Ligny-en-Barrois mit, zwar ohne Larve, aber im Häs. „Und das bei sommerlichen Temperaturen,“ bewundert Kruß die Hexen und Geister. Der Gegenbesuch erfolgte dieses Jahr, beim 5. Narrenumzug der Täleshexen. Die Franzosen waren begeistert vom deutschen Faschingstreiben und der Gastfreundschaft. Alle freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen in Ligny-en-Barrois.
Doch zuvor herrscht in Aichtal närrisches Treiben am Rathaussturm, nicht nur die Kinder tanzen ausgelassen zur Musik, sogar eine Guggen-Musik-Band war Inkognito vor Ort, vermutlich die Guggen-Brass-Bandits aus Reicheneck und auch die Sai-Soicher aus dem benachbarten Bonlanden schauten traditionell am schmutzigen Donnerstig in Aichtal vorbei. 

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