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Wenn auch nur ein einziges Menschenleben gerettet wird, hat sich die Anschaffung bezahlt gemacht

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 10 an Grötzinger Feuerwehr übergeben
 
Nach 34 Jahren wurde das Feuerwehrfahrzeug TLF 16 aus dem Dienst entlassen. Deshalb wurde am Sonntag das neue Feuerwehrfahrzeug HLF 10 von Bürgermeister Lorenz Kruß an die Freiwillige Feuerwehr Grötzingen im Rahmen des 65. Grötzinger Städtlesfest übergeben. „Auch wenn Aichtal sich in einer finanziell angespannten Lage befindet, trägt die Stadt Sorge, dass die Feuerwehr gut ausgestattet ist,“ weiß Bürgermeister Lorenz Kruß zu berichten und freut sich darüber, das Fahrzeug an die Wehr übergeben zu können.

Bürgermeister Lorenz Kruß überreicht den Fahrzeugschlüssel an Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Grötzingen
Bürgermeister Lorenz Kruß überreicht den Fahrzeugschlüssel an Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Grötzingen

100 Aktive Mitglieder hat die Feuerwehr Aichtal, 41 davon in der Abteilung Grötzingen, veranschaulicht Kruß. Er zollt den Frauen und Männern seine Anerkennung für die nicht immer einfache Arbeit und den oft gefährlichen Einsätzen, zu denen sie sich freiwillig für das Wohl der Allgemeinheit bereit erklärt haben. Aus diesem Grund ist es ihm als Bürgermeister, aber auch dem Gemeinderat wichtig, dass die Feuerwehr gut ausgerüstet ist, damit sie ihrer Arbeit nachgehen können.
Mit dem HLF 10 erhält die Wehr ein Fahrzeug, das der modernsten Technik entspricht.
Anders als beim Pkw gibt es Feuerwehrfahrzeuge nicht von der Stange zu kaufen, weiß Kruß zu berichten. „Es steckt viel Arbeit dahinter, das passende Fahrzeug zu konfigurieren,“ verdeutlicht der Rathauschef. Eigens dafür wurde bei der Feuerwehr eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, um die Fahrzeugbeschaffung durchzuführen. Nachdem festgelegt wurde, was das neue Fahrzeug enthalten solle, musste europaweit ausgeschrieben werden. 340.000 € hat das neue Fahrzeug gekostet, stellt Kruß fest. Mit 91.000 € wurde es vom Landratsamt bezuschusst. „Doch wenn es hilft, auch nur ein einziges Menschenleben zu retten, hat es sich bezahlt gemacht,“ betont Bürgermeister Kruß. Seinen Dank richtet er an den Landkreis für die finanzielle Unterstützung. Roland Schultheiß ist in Vertretung von Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich gekommen, da dieser im Urlaub ist. Stellvertretend übermittelt er die Wünsche und Grüße des Landkreises bei der Übergabe. Auch Schultheiß verwies auf die gute Technik, die wichtig sei, denn voraussichtlich würden künftig 80 % aller Einsätze mit diesem Fahrzeug erfolgen. Anders als mit dem Vorgänger können jetzt auch Rettungen bis in den dritten Stock erfolgen. Bisher war eine Rettung nur bis in den zweiten Stock von Gebäuden möglich.
Der Kommandant der Grötzinger Feuerwehr Christian Wahl, freute sich über das neue Fahrzeug und bedankte sich bei der Stadt. In den 34 Jahren haben sich die Anforderungen an die Technik verändert, stellt er fest. Mit der Beschaffung wurde bereits 2016 begonnen, lässt Wahl die Zeit Revue passieren. Schon vor zwei Jahren haben sie sich mit der Ausstattung beschäftigt und sich für ein MAN Fahrzeug entschieden. Der Aufbau des Fahrzeuges stammt von der Firma Rosenbauer, die Technik von der Firma Barth, fasst der Kommandant die Daten kurz zusammen. Er ergänzt, das Fahrzeug hat eine  Euro 5 Zulassung. Da es sich um ein Feuerwehrfahrzeug handele ist das unproblematisch. Rettungsfahrzeuge dürfen trotzdem fahren. Um das Fahrzeug künftig gut bedienen zu können, fand am Standort eine sechswöchige Schulung statt. In diesem Zeitraum wurden die beiden Fahrzeuge parallel betrieben, beschreibt Wahl. Sein Dank gilt auch Martin Reicherter von der Berufsfeuerwehr Reutlingen, der bei der Technikauswahl unterstützt hat.

Spielmannszug Grötzingen
Spielmannszug Grötzingen
Pfarrerin Christina Hirt segnet das neue Feuerwehrfahrzeug
Pfarrerin Christina Hirt segnet das neue Feuerwehrfahrzeug

Nach einer musikalischen Untermalung durch den Spielmannszug, segnete Pfarrerin Christina Hirt das Fahrzeug mit einem Gebet. Dabei schloss sie nicht nur das neue Fahrzeug, sondern auch die Einsatzkräfte und deren Angehörige mit ein.
Anschließend überreichte Bürgermeister Lorenz Kruß Christian Wahl die Schlüssel und wünschte der Wehr wenig Einsätze und dass sie immer gesund zu ihren Angehörigen zurückkehren.

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