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Starkregenrisikomanagement der Stadt Aichtal - es geht endlich weiter

Im vergangenen Jahr sollte die erste Stufe des Starkregenrisikomanagements der Stadt Aichtal eigentlich längst abgeschlossen sein. Diese Phase beinhaltet die Erstellung von Starkregengefahrenkarten die auf einem komplexen Rechenmodell basieren und den Vorgaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) entsprechen müssen.
Diese Informationen sollten dann öffentlich zugänglich gemacht werden und die 2. und 3. Phase des Starkregenrisikomanagements in die Wege geleitet werden. Diese sind die Risikoanalyse und das daraus sich ergebende Handlungskonzept.
Warum ist das nun aber nicht schon längst geschehen? Der Entwurf der Starkregengefahrenkarten wurde im Mai 2020 fertiggestellt. Nur wenige Tage nach der Übermittlung dieses Entwurfs an die Stadtverwaltung erreichte uns die Nachricht, dass im Rahmen einer Masterarbeit festgestellt wurde, dass eine Grundgleichung im Berechnungsmodell dazu führt, dass zum Teil ein zu großer Flächenrückhalt im Außenbereich die Ergebnisse nicht korrekt wiedergeben könnte. Dieser wissenschaftliche Mangel hört sich auch in dieser inhaltlich heruntergebrochenen Version noch kompliziert genug an.
Das fundamentale Problem konnte nicht durch Änderungen in der Software gelöst werden. Vielmehr wurde in der zuständigen Arbeitsgruppe, die sich aus dem Regierungspräsidium Tübingen und Vertretern der LUBW zusammensetzt, weniger die methodische Richtigkeit geprüft, sondern insbesondere die Plausibilität der Ergebnisse. Um diese Überprüfung durchzuführen, wurden die Berechnungen mit bereits vorhandenen Daten verglichen und neue Simulationen mit verschiedenen Berechnungsmodellen in Beziehung gesetzt.
Das Problem betrifft alle Kommunen, deren Berechnungen mit dem entsprechenden Softwaretool ausgeführt wurden. Da in Baden-Württemberg ausschließlich diese Software zur Starkregensimulation eingesetzt wird, ist die Anzahl der betroffenen Gemeinden entsprechend hoch und die Überprüfung entsprechend aufwendig.
Die entsprechende Stellungnahme der LUBW ging uns erst Anfang 2021 zu.
Soviel zur Vergangenheit. Jetzt kann es endlich in Aichtal weitergehen. Die bisher für Aichtal entwickelten Gefahrenkarten erscheinen weiterhin plausibel. Der Softwarehersteller hat in Absprache mit der LUBW zwischenzeitlich ein Update entwickelt, das eingespielt wurde und final von der LUBW überprüft wird. Anschließend werden die Aichtaler Modelle nochmals nachgerechnet und die Ergebnisse ausgewertet. Damit wird sich die Grundlage ergeben um die beiden weiteren Schritte zum Starkregenrisikomanagement in die Wege zu leiten.
Das Starkregenrisikomanagement wird mit erheblichen Fördermitteln des Landes bezuschusst. Daher ist es zwingend notwendig alle Phasen des Projekts im Einvernehmen mit der LUBW einzuleiten. Ansonsten wären die Finanzmittel gefährdet.
Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Monaten entscheidend weiter zu kommen und die Gefahrenkarten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Karten stellen für alle Bürger in Aichtal die Grundlage dar, das Starkregenrisiko für das eigene Grundstück einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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