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Wie Kinder Corona erlebten

Johanna malte ein Bild für die Erzieher und hängte es an unseren Zaun.
Johanna malte ein Bild für die Erzieher und hängte es an unseren Zaun.

Ein Bericht aus der Kindertageseinrichtung In der Au

Das Virus SARS-CoV-2 hat das Alltags- als auch das Berufsleben einiger Menschen, hier im Aichtal, stark beeinträchtigt. Unser geliebter Kindergarten "In der Au" war davon leider nicht ausgenommen. Es wurden alle Einrichtungen im Aichtal ab Mitte März bis einschließlich nach den Osterferien vorerst geschlossen.
Um den Kindern dieses umfangreiche und schwierige Thema näherzubringen, wurde unter anderem ein Ostergruß mit einer Geschichte zum Thema Coronavirus über zwei Hasenkinder verschickt, in welcher die Hygienemaßnahmen sowie die Gefühle in dieser Zeit auf kindlicher Ebene veranschaulicht wurden. Die Kinder äußerten sich zu Corona so, dass man Fieber bekommt und es für alte Leute gefährlich ist. Sie meinten, es sind böse Viren. Nachdem absehbar war, dass eine Öffnung noch länger dauern würde, haben sich Erzieher und Elternbeirat in unserer Einrichtung Gedanken darüber gemacht, wie ein gegenseitiger Austausch ohne direkten Kontakt ermöglicht werden kann. Die Erzieher begannen, kurze Videos für die Kinder zu drehen, welche diese sich von zuhause aus (über die Plattform “Teamplace”) ansehen konnten. In den Videos wurden beispielsweise kurze Fingerspiele gezeigt oder der sonst in der Einrichtung stattfindende Morgenkreis aufgeführt sowie Pflanzen eingepflanzt, um den Kindern das Thema “Natur” näherzubringen. Die Kinder waren begeistert von dieser neuen Methode und manche haben sogar selbst mit eigenen Videos darauf reagiert. Einige Kinder erzählten, dass sie sehr gerne unsere Videos angesehen haben und dann fast Bauchweh vor lauter Heimweh bekommen haben (Zitat Mila).
Um einen persönlicheren Kontakt herzustellen, wurden feste Telefonzeiten festgelegt, in welchen die Kinder ihre Erzieherinnen und Erzieher per Videoanruf anrufen konnten. So konnte das Gefühl, ein Stück näher beienander zu sein, erreicht werden. Am meisten vermisst haben die Kinder unter anderem aber auch die verschiedenen Spielmöglichkeiten wie die Bauecke, in der sie mit den vielen Bauklötzen meist riesige Türme bauen.
Ende April konnte der Kindergarten endlich wieder ein Stück geöffnet werden. Anfangs öffnete die Notbetreuung, welche es ein paar wenigen Kindern ermöglichte, wieder den Kindergarten besuchen zu können. Manche der anwesenden Kinder haben sich allerdings etwas schwergetan, nach so langer Zeit wieder in der Einrichtung zu sein. Jedoch lebten sie sich schnell ein und fühlten sich rasch sehr wohl in ihrem Kindergarten. Sie freuten sich, die Erzieher wiedersehen zu können, so wie sich auch die Erzieher freuten.
Nach und nach hat sich alles eingespielt und nach wenigen Wochen konnte die Notbetreuung erweitert werden, sodass nun mehr Kinder den Kindergarten besuchten.
Seit Ende Mai herrscht ein eingeschränkter Regelbetrieb mit zwei Gruppen sowie Notbetreuung, welche jeweils feste Erzieher sowie einen festgelegten Eingangsbereich haben. Die Kinder halten sich, im Haus als auch im Garten, immer in ihren jeweiligen Gruppen auf. Durch die neue Gruppenteilung kam es bei den Kindern vereinzelt zu Enttäuschungen, da sie nicht mit ihren engeren Freunden in einer Gruppe sein konnten und ein Wechseln aktuell nicht erlaubt ist. Doch mit der Zeit haben sich die Kinder sehr gut mit den neuen Regeln und der aktuellen Situation arrangiert. Teilweise haben sich neue Freundschaften entwickelt und das Spielen in kleinen Gruppen haben die Kinder sehr genossen.
Alle freuen sich selbstverständlich, wenn sie sich wieder wie gewohnt freier bewegen können und eine Öffnung der Gruppen stattfinden kann, sodass sie ihre Freunde sowie die anderen Erzieher wieder sehen können.

(K. Strauß-Karaca)

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