Stadt Aichtal

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Gemeinsam. Mit Abstand. Gemeinsam stark.

Auf dem Bild sind von links: Pfarrer Ralf Sedlak (Evangelische Kirchengemeinde Aich-Neuenhaus), Marcus Bez (Vorsitzender BDS Aichtal), Carola Buchmann (Kult 25, KJR Esslingen), Mirjam Hornung (Kult 25, KJR Esslingen), Bürgermeister Lorenz Kruß, Anita Wimmer (Öffentlichkeitsarbeit Stadt Aichtal)
Auf dem Bild sind von links: Pfarrer Ralf Sedlak (Evangelische Kirchengemeinde Aich-Neuenhaus), Marcus Bez (Vorsitzender BDS Aichtal), Carola Buchmann (Kult 25, KJR Esslingen), Mirjam Hornung (Kult 25, KJR Esslingen), Bürgermeister Lorenz Kruß, Anita Wimmer (Öffentlichkeitsarbeit Stadt Aichtal)

Aichtal hilft Aichtal – Das Projekt stellt sich vor
(wm) „Als klar war, dass der Shutdown kommt, stellte sich sofort die Frage: Was macht die Risikogruppe“, erzählt Mirjam Hornung vom Generationenhaus Kult 25. Mit dieser Frage und der Idee einen Helferpool aufzubauen, kam sie auf die Stadt Aichtal zu. Hier nahm man den Vorschlag gerne auf, da man selbst gerade überlegte, wie man die Risikogruppe unterstützen könnte. So nahm man das Projekt sofort zusammen in Angriff. Am selben Tag meldeten sich die ersten Kirchen, sie könnten mit Helfern unterstützen und auch Kontakt zu Personen der Risikogruppe herstellen.  Auf kurzen Dienstwegen entwickelte sich so das Konzept, bei dem das Kult 25-Team die Koordination übernahm. Jeder, der Hilfe benötigte, egal ob mit dem Hund Gassi gehen, einkaufen oder persönliche Ansprache bei einem Telefonat konnte sich im Kult 25 melden. Wer bereit war zu helfen, nahm ebenfalls Kontakt auf und konnte sich einer WhatsApp-Gruppe anschließen, in der die Aufgaben verteilt werden.
Kaum war die Idee geboren, schlossen sich die DLRG und die Malteser an. Die BruderhausDiakonie mit dem Integrationsmanagement ließ auch nicht lange auf sich warten. Sie vermittelten den Kontakt zu hilfsbereiten Menschen mit Fluchthintergrund. Auch der BDS wollte sich sofort gemeinsam stark für Aichtal machen und brachte die Kampagne auf den Weg. Marcus Bez, dem Vorsitzenden des BDS, war es dabei wichtig, mehr Informationen publik zu machen. Beim Abstandhalten gehe es nicht darum, dass man verhindert, dass jemand sterbe, sondern vielmehr darum, dass die Krankenhäuser nicht überfüllt würden. So wurde der Slogan entwickelt „Gemeinsam. Mit Abstand. Zusammen stark.“
Innerhalb einer Woche kamen 60 Helfer zusammen. Vom  14-jährigen Jugendlichen, der sich darauf freute, mit dem Hund Gassi gehen zu können, bis hin zum 70-jährigen, der in der „Bonusphase seines Lebens“ immer noch engagiert mitanpacken möchte. Carola Buchmann vom Kult 25 erzählt: „Auch viele Ältere wollten gerne mithelfen und waren zwar nicht beim Einkaufen, aber mit einem offenen Ohr dabei.“ Pfarrer Ralf Sedlak von der evangelischen Kirchengemeinde Aich-Neuenhaus erläutert, dass man gerade in Krisensituationen durch Engagement Fußfassen kann: „Man kann handeln und gibt sich nicht der Ohnmacht hin.“ Er stellte auch fest, dass es durch die Aktion viele Multiplikatoren gäbe. Wenn sich einer aus der Nachbarschaft bei dem Projekt beteiligte, fasste der ein oder andere den Mut, ebenfalls mit einem Hilfsangebot auf jemanden aus der Risikogruppe zuzugehen. Auch Bürgermeister Lorenz Kruß ist begeistert von dem ortsteilübergreifenden Projekt und vor allem über die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger. Er sehe viele Netzwerke, die bereits vorhanden waren, weil nicht so viele Menschen Hilfe in Anspruch genommen hätten. Aber vor allem sieht er, dass neue Netzwerke entstanden seien, die - wie er hofft - auch in Zukunft bestehen blieben. Diese Netzwerke seien ein großes Potential. So sagt er: „Eine Krise kann auch immer eine Chance sein.“
Alle Beteiligten sind den inzwischen über 90 Freiwilligen für ihr Engagement sehr dankbar und sehen, dass Vertrauen untereinander gewachsen ist. Aichtal ist trotz Abstand näher zusammengerückt. Auch erfreulich ist, dass viele Aichtalerinnen und Aichtaler die lokalen Unternehmen unterstützen wollen. Viele hätten verstanden, dass alles verzahnt ist, so Bez: „Ich hoffe, dass die Leute verstehen, dass wir ein Aichtal sind.“

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