Stadt Aichtal

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Aus dem Gemeinderat vom 24.01.2018

(zal) Die letzte Gemeinderatssitzung am 24.1.2018 begann mit der Bürgerfragestunde. Ein Bürger erkundigte sich nach näheren Einzelheiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Aich L 1185. Hierfür laufen derzeit die Planungen. Mitte April soll mit der Sanierung begonnen werden, die voraussichtlich bis Mitte November 2018 dauern wird. Die Gewerbetreibenden entlang der Straße werden demnächst schriftlich über die Maßnahme informiert, für alle interessierten Bürger wird noch im Februar eine Informationsveranstaltung angeboten.
Weiteres Thema war die Buslinie 809. Ein Bürger berichtete verärgert, dass es immer wieder Probleme gibt, den Bus 809 nach Aichtal zu erreichen, wenn man mit der S-Bahn in Bernhausen ankommt. Die S-Bahn ist oft zu spät und häufig fährt der Bus dann einfach weg, ohne die S-Bahn-Fahrgäste abzuwarten. Die technischen Einrichtungen im Bus sind vorhanden, der Busfahrer weiß deshalb, wann die Bahn kommt. Für den Bus ist es kein Problem, auch bei Abwarten der Fahrgäste, seinen Fahrplan zu halten. Der Bürger bat, das betreffende Busunternehmen einmal von amtlicher Seite aus auf diesen Missstand hinzuweisen, was Bürgermeister Kruß gerne zusagte.


Landschaftsplan Aichtal

Bürgermeister Kruß begrüßte bei diesem Tagesordnungspunkt Prof. Dr. sc. agr. Christian Küpfer von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen sowie Studierende der Fakultät Landschaftsarchitektur, Umwelt und Stadtplanung. Die Studierenden des 7. Semesters im Bachelor-Studiengang Landschaftsplanung und Naturschutz sollten zum Abschluss ihres Studiums den Landschaftsplan in seiner eigentlichen Form kennenlernen und dabei das Gelernte zur Anwendung bringen. Aufgrund seiner jahrelangen Verbundenheit mit Aichtal bot Prof. Küpfer als Planungsgebiet die Gemarkung der Stadt Aichtal an. Professor Küpfer erläuterte, dass der Landschaftsplan die umweltplanerische Komponente des Flächennutzungsplans ist. Er ist Grundlage für das Ökokonto, bei jeder Bauleitplanung muss eine Umweltprüfung durchgeführt werden. Die Studierenden erarbeiteten nun eine flächendeckende Kartierung der gesamten Aichtaler Flur, außer  den Waldgebieten. Dabei wurden Schutzgüter und Schutzgebiete abgeprüft. Aus diesem Landschaftsplan heraus kann nun überlegt werden, in welche Richtung sich die Landschaft entwickeln könnte. So muss man sich beispielsweise auf den Klimawandel oder höhere Hochwasserrisiken einstellen. Zu überlegen sind neue Ansätze für Streuobstgebiete, Gewässerrenaturierungsmaßnahmen und dergleichen.

So gibt es beispielsweise in Grötzingen Gebiete, in denen ein Auwald entwickelt werden könnte. Da in Grötzingen bereits ein Biber gesichtet wurde, könnte dieser Auwald einen Lebensraum für ihn bieten und damit gleichzeitig gelenkt werden, wo sich dieser Biber ansiedelt. Zwischen Aich und Neuenhaus schlugen die Studierenden die Ausweisung eines Schonwaldes vor, was dort mit geringem Aufwand machbar wäre. Für das Gewann „Höhe“ in Grötzingen regten die Studierenden eine Anpflanzung niedriger Hecken an, die als Rückzugsgebiete beispielsweise für das Rebhuhn geeignet wären. Im Gewann „Aichtalweg“ in Neuenhaus könnte ein Retentionsbereich geschaffen werden. Durch die Anhebung eines Feldwegs könnten eine Dammfunktion und damit ein Hochwasserschutz geschaffen werden. Südlich von Grötzingen gibt es überalterte Streuobstwiesen, die zu Wald umgewandelt werden könnten. Damit könnte ein natürlicher Waldrand entwickelt werden. Ohne großen Aufwand könnten auf freien Bauplätzen innerorts Blühwiesen geschaffen werden, die das Ortsbild und das Wohlbefinden der Einwohner stärken und gleichzeitig für Insekten wie beispielsweise Bienen ideal sind. Eine weitere Gruppe Studierender regte die Anlegung sogenannter Lerchenfenster auf den Feldern nördlich des Baugebiets Froschegert an. Zwischen Aich und Neuenhaus gäbe es die Möglichkeit der Renaturierung eines Seitenarms der Aich. Eine Gruppe Studierender befasste sich auch mit dem Ausbau der Aufenthaltsmöglichkeiten zur Förderung der Erholungsinfrastruktur. Dies könnte durch die Schaffung von Bänken und Sitzgelegenheiten und durch die attraktivere Ausgestaltung von Aussichtspunkten geschehen.

Weiterer Vorschlag war, den natürlichen Auebereich aufzuwerten durch extensive Grünlandnutzung und den Ausschluss von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Zwischen Aich und Neuenhaus könnte das Grünland entwickelt werden. Schlagwort ist hier das Wasserbüffelkonzept. Wasserbüffel sind äußerst widerstandsfähig, können ganzjährig im Freien bleiben, fressen auch harte Pflanzenfasern und bieten in ihren Suhlen auch Fröschen oder Libellen einen Lebensraum. Die letzte Gruppe nahm sich der Lücken zwischen den Streuobstwiesen an und schlug eine Ausgestaltung als Flachlandmähwiese vor. Im Gemeinderat war man von den Ideen der Studierenden beeindruckt und begeistert. Nach Zuschüssen für solche Maßnahmen gefragt, erklärte Professor Küpfer, dass es sowohl Zuschüsse als auch sogenannte Ökopunkte für die einzelnen Maßnahmen gibt. Letztere können übrigens, sofern sie nicht selber benötigt werden, sogar verkauft werden. Professor Küpfer stellte auch fest, dass Maßnahmen nicht einzeln gesehen werden dürfen, sondern man versuchen muss, Dinge zu kombinieren. Er wies darauf hin, dass die vorgetragenen Maßnahmen erst einmal grobe Ideen sind, die gegebenenfalls ausgearbeitet werden müssten. Für alle Maßnahmen gibt es Ökopunkte.

Im Gemeinderat forderte man, schnell einzelne Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Vieles wurde für realisierbar gehalten. Außerdem stellte sich für die Räte die Frage, wie die Bürger motiviert werden können, sich ebenfalls für den Naturschutz zu engagieren. Für gut wurde auch befunden, sich nun einmal der Landschaft anzunehmen und nicht immer nur der Bebauung von Flächen.
Abschließend dankte der Bürgermeister Professor Küpfer und den Studierenden für ihre gelungene Arbeit sowie ihr Kommen und verabschiedete sie mit einem kleinen Geschenk der Stadt.

 

Jahresabschluss Stadt Aichtal 2016
Die Gemeinde hat zum Abschluss eines jeden Haushaltsjahres durch die Jahresrechnung Rechenschaft darüber abzulegen, inwieweit die Haushaltssatzung einschließlich des Haushaltsplanes von der Verwaltung eingehalten wurden. Der Gemeinderat beschloss die Jahresrechnung einstimmig.


Haushalt 2018
In einer ganztägigen Klausurtagung am 01. Juli 2017 haben ich Gemeinderat und Verwaltung mit dem Haushaltsplan 2018 und dem Investitionsprogramm 2017 bis 2021 intensiv beschäftigt. Die von den einzelnen Fraktionen eingereichten Anträge zum Haushalt 2018 wurden in einen Ziele- und Maßnahmenkatalog eingearbeitet. In der Sitzung des Gemeinderats am 26. Juli 2017 wurde über die Anträge der einzelnen Fraktionen und der Verwaltung in öffentlicher Sitzung beraten und die finanziellen Eckwerte für das Jahr 2018 erläutert. In diesem Rahmen wurde auch über die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt Aichtal, deren Betriebe und das weitere Haushaltsplanaufstellungsverfahren gesprochen. Die Ergebnisse der Haushaltsberatung 2018 wurden in das Planwerk 2018 eingearbeitet, auf deren Basis dann die Haushaltsreden der einzelnen Fraktionen basierten. Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat nun einstimmig den vorliegenden Haushalt 2018.


Umbau und Sanierung des Gebäudes Uferstraße 6
Im Januar begannen die Arbeiten zur umfassenden Sanierung des städtischen Gebäudes Uferstraße 6 zur Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung. Um den weiteren reibungslosen Bauablauf gewährleisten zu können, wurden die Leistungen der Gewerke Trockenbau und Gipser beschränkt ausgeschrieben. Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat die Vergabe der Leistungen Trockenbau und Gipser an den günstigsten Bieter, die Firma Ullrich.

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