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Ein Fest der Begegnung

Hoffest beim Gärtnerhof Rudolfshöhe der Karl-Schubert Gemeinschaft

Am Samstag, den 26. September war das Hoffest der Karl-Schubert Gemeinschaft e.V. auf der Rudolfshöhe in Grötzingen. Neben Führungen durch die Wohngebäude der Einrichtung für behinderte Menschen und dem Gärtnerhof konnten an diesem Tag viele Attraktionen bestaunt, gehört oder gemacht werden. Bogenschießen, Wetthämmern, sich künstlerisch betätigen oder bei einem Tanz mitmachen. Im Traktoranhänger mitfahren, Musik lauschen, leckeres Essen genießen oder einer Clownsvorstellung zusehen. Viel war geboten beim Fest der Begegnung.

Wer schon immer mal wissen wollte von wem die Karl-Schubert Gemeinschaft ihren Namen hat war bei der Wohngemeinschaftsführung mit Bruno Dorp, Mitarbeiter im Ulmenhaus, genau richtig. Karl Schubert war ein Waldorfpädagoge für lernbehinderte Kinder, der bereits in den 30er und 40er Jahren unterrichtete. Als die Schulpflicht auch für Behinderte eingeführt wurde, wurden auch die ersten Sonderschulen eingerichtet. So entstand in Stuttgart Degerloch bei der Weinsteige eine Schule. 120 Kinder gehen mittlerweile dort in Schule und Kindergarten. Als die ersten Kinder die 12. Klasse erreichten, fragten sich die Eltern und Lehrer, was danach mit den Kindern passieren würde. Aus einer Initiative heraus wurde in Neuenhaus ein kleines Fabrikgelände gekauft und später mit einem Doppelhaus bebaut. In Bonlanden entstanden bis heute ca. 15 Werkstätten. Auf der Rudolfshöhe wurde ein großer Bauernhof gekauft, wo um 1975 das erste Doppelhaus für zwei Wohngruppen errichtet wurde. Das Konzept sieht vor, dass ein Paar oder eine Familie mit in diesem Haus wohnt. So entstand nach und nach ein ganzes System zur Unterbringung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Für jeden ist etwas dabei: Es gibt Gruppen für Menschen mit höherem Pflegebedarf, für Senioren, die nicht mehr in den Werkstätten arbeiten oder aber ambulantes Wohnen für selbstständigere Leute, die nur ein paar Mal pro Woche unterstützungsbedarf haben. Insgesamt werden in Aichtal rund 120 Personen betreut. Dorp berichtete vom Tagesablauf der Bewohner des Ulmenhauses, die zwischen 35 und 53 Jahre alt sind und der Freizeitstruktur. Danach zeigte er das Haus.
Ein Besucher des Festes wollte wissen, welche Berufsgruppen in den Wohngruppen beschäftigt ist. Zu 90% seien es Heilerziehungspfleger und sonst noch Heilpädagogen oder Erzieher. Auch nach der Wartezeit für einen Platz bei der Karl-Schubert Gemeinschaft wurde gefragt. Im Moment seien alle Plätze belegt, aber es wird bald ein neues Gebäude auf dem Areal des alten Bauernhofes für Senioren entstehen.

Hier entsteht in Kürze ein neues Haus für Senioren
Hier entsteht in Kürze ein neues Haus für Senioren

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