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Aichtal im Mittelpunkt der Ermittlungen

in Ruth Edelmann-Amrheins Krimi „Die Tote vom Rosenstrauch“ 

Ruth Edelmann-Amrhein
Ruth Edelmann-Amrhein

(tab) Ihre erste Geschichte ist bereits 2012 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen. Ein toller Erfolg für die Aichtalerin Ruth Edelmann-Amrhein. Zusammen mit dem Frauenmagazin Emotion rief der Verlag damals zum Schreibwettbewerb auf. Das Motto: „Meine schönste Krise“. Warum nicht? Dachte sich die heute 59jährige, denn Krisen hatte sie schon einige im Leben gemeistert und reichte ihre Geschichte ein. Der vielsagende Titel „Wie ich zu meinem Mann fand“. Eine Geschichte über das Kennenlernen im Dating-Portal. Aus 700 Erzählungen wählte die Jury, zu der auch Bestseller-Autorin Dora Heldt gehörte, 20 aus. Ihre war mit dabei. Fand Platz in einem Buch, das nicht nur Nachwuchsautoren eine Chance gibt, sondern auch Prominente wie Ina Müller und Konstantin Wecker berichten lässt. 
 
Nun hat sie zwei weitere Skripte veröffentlicht. Diesmal Krimis. „Die Tote vom Rosenstrauch“ ist einer davon und spielt im Aichtal. Einige Akteure sprechen sogar Schwäbisch. Die Ideen für ihre Geschichten findet sie im Alltag, schmunzelt Edelmann-Amrhein. Erlebnisse mit Bekannten oder „Freundinnen“, die sie, gesteht die leidenschaftliche Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, dann auch gerne einmal sterben lässt. 
 
Zum Schreiben ist sie relativ spät gekommen, obwohl sie immer gerne gelesen und Aufsätze geschrieben hat, erzählt die gebürtige Reutlingerin. Ihr fehlte einfach die Zeit, um sich näher mit der Thematik zu beschäftigen. Für den Stuttgarter Liederkranz arbeitete die gelernte Bankkauffrau zwar lange mit im Presseausschuss, schrieb mit Begeisterung Sketche und humorvolle Glossen für den Verein, aber ans eigentliche Schreiben wagte sie sich noch nicht. Das kam erst später, als sie auf den Autorenkreis „Atmosphäre“ der VHS Nürtingen aufmerksam wurde. In dieser Gruppe von Menschen, in der sie sich bis heute sehr wohl fühlt und in der viele ihrer Geschichten entstanden, entwickelte sie ihre heutige Leidenschaft zum Schreiben. 
Seit dem Jahr 2010 ist sie zudem Mitglied der Leonberger Autorengruppe „Colibri“. Über das Studium Generale der Stuttgarter Universität führte der Weg sie zur Stuttgarter „Schreibwerkstatt“. Hier lernte sie die Herausgeberin Dr. Bettina Hellwig kennen. Sie war sofort von ihrem Krimi „Tod in der Tanzschule“ begeistert und nahm ihn in das Taschenbuch „Schwäbisch kriminelle Weihnacht“ auf, das diesen September erschienen ist. Quasi ein krimineller Adventskalender mit 24 Kurzgeschichten und 30 Rezepten. Der Aichtal-Krimi war damals noch im Entstehen, erklärt die Projektverwalterin am Universitätsinstitut in Stuttgart. Mit besonderem Augenzwinkern schrieb sie ihn fertig und freut sich, dass er seinen Platz ebenfalls in diesem Buch fand. Mittlerweile arbeitet die Autorin bereits an ihrem neuen Projekt. Diesmal an ihrer Biographie. Und sie hat viel zu berichten, will anderen Mut machen und helfen. Es ist erstaunlich, dass sie bei all dem Erlebten ihren Humor, ihre positive Ausstrahlung und Zuversicht nicht verloren hat. Denn ihr Leben innerhalb der Familie war nicht einfach, kein Wunder, dass Ruth Edelmann-Amrhein in jungen Jahren ihr Glück weit weg von Zuhause, in Berlin suchte. Dort traf sie auf einen Freund aus der Kindheit, den sie eigentlich vom Reiten in Mehrstetten kannte. Sie verliebten sich ineinander und beschlossen gemeinsam zurück ins Schwäbische zu gehen. Doch die Liebe hielt nicht. In einer Stuttgarter Tanzschule lernte sie dann ihren ersten Mann, den Vater ihrer beiden Söhne, kennen, mit dem sie heute Freundschaft verbindet.
Mit ihrem zweiten Mann führte sie der Weg 2007 ins Aichtal, wo sie sich heute heimisch fühlt. 
 
Wenn sie nicht schreibt genießt Edelmann-Amrhein es zu kochen, italienische Opern zu hören oder zu lesen. Gerne auch vorzulesen, das ist neben dem Schreiben ihre zweite Leidenschaft. Deshalb hat sie schon einige Lesungen gehalten, unter anderem in Aichtal, auch in der Stadtbücherei im Rahmen des Nikolausmarktes. Für die Zukunft wünscht sie sich gesund zu bleiben, damit sie, wenn sie in sechs Jahren in Rente geht, an ihrem Roman über Frauenschicksale arbeiten kann. Im Kopf existiert er bereits, muss nur noch zu Papier gebracht werden. Und vielleicht geht auch ihr zweiter Wunsch in Erfüllung, ihre Kurzgeschichten in einem Buch als „Cappuccino-Geschichten“ zu veröffentlichen, denn schließlich hat sie schon einmal eine Jury mit ihren Erzählungen überzeugt. 

Wer Lust bekommen hat ihre Geschichten zu hören: Am Freitag, 06.10.2017, 19.30 Uhr liest Ruth Edelmann-Amrhein mit dem Autorenkreis Atmosphäre in der Kreuzkirche in Nürtingen zum Thema  „Dieser eine Moment“.

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