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Bufdi beim TSV Grötzingen

von links: Herbert Rau (1. Vorsitzender), Simon Höhn (stellvtr. Jugendleiter), Sonja Koschei (Bufdi), Michael Kittelberger (Jugendleiter), Christian Schumacher (stellvtr. Jugendleiter)
von links: Herbert Rau (1. Vorsitzender), Simon Höhn (stellvtr. Jugendleiter), Sonja Koschei (Bufdi), Michael Kittelberger (Jugendleiter), Christian Schumacher (stellvtr. Jugendleiter)

(tab) Nicht nur für Sonja Koschei beginnt am Freitag ein neuer Lebensabschnitt, auch für den TSV Grötzingen ist es Premiere. Zum ersten Mal hat der Aichtaler Verein eine Stelle als Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) ausgeschrieben und bewilligt bekommen. Der Bufdi soll den Verein in seiner Arbeit unterstützen und so das soziale Engagement des Vereins stärken. Eine gute Sache, dachte sich auch Sonja Koschei, die am ersten September beim TSV Grötzingen angefangen hat und für die sich ein Jahr lang alles rund um den Sport drehen wird.
Für die Abiturientin auch deshalb eine willkommene Sache, weil ihr bisher nicht ganz klar ist, welchen konkreten Weg sie nach der Schule einschlagen möchte. Vorstellen könnte sie sich etwas in Richtung Soziales, aber sicher ist sie sich nicht. Deshalb hat sie sich für den Bundesfreiwilligendienst im Bereich Sport entschieden, um nach diesem Jahr, anhand der Erfahrungen, eine bessere Entscheidung treffen zu können. Als leidenschaftliche Fußballspielerin ist es genau das Richtige für Sonja Koschei. Dabei ist sie nur durch Zufall auf die Stelle gestoßen, durch ihren Vater. Er ist im TSV Ötlingen aktiv und hat eine E-Mail aus Grötzingen erhalten. Bisher kannte sie den TSV Grötzingen nur als Gegner aus den Spielen, die dort ausgetragen wurden. Doch das hat sie nicht abgeschreckt, sondern dazu bestärkt sich zu bewerben. Denn ein Bundesfreiwilligendienst, der sich nur auf einen Bereich in der Kinderarbeit festgelegt ist ihr zu wenig. Hier hat sie in viel mehr Gebieten Einblick und es ist abwechslungsreicher, stellt die junge Frau fest, für die soziales Engagement kein Fremdwort ist, denn sie hilft im Sommer regelmäßig im Kinderzeltlager mit.
In Ihrer Freizeit spielt sie neben Fußball auch gerne Frisbee im Verein. Aufgrund der Entfernung, sie wohnt in einer Teilgemeinde in Kirchheim unter Teck, wird sie einen Teil ihrer Arbeitszeit auch als Home-Office gestalten. Hauptsächlich ist sie allerdings vor Ort aktiv. Unter der Woche betreut sie unter anderem in einer Kooperation mit dem Kindergarten Weckholder zwei Gruppen, um mit Bewegung, Sport und Spiel die Motorik der Kleinen zu stärken. Zudem steht im Rahmen der Ganztagesbetreuung in der Weiherbachschule Fußballtraining sowohl mit den Erst- und Zweitklässlern als auch mit den Dritt- und Viertklässlern auf dem Programm. Das ist aber nicht der einzige Einsatz in der Weiherbachschule für Sonja Koschei. Denn sie führt die Aufsicht beim Mittagessen, hilft bei der Hausaufgabenbetreuung und spielt mit den Jungen und Mädchen Ball bei „Spiel und Spaß“.
Abends wartet die Vereinsarbeit auf Sonja Koschei. Hier soll sie das Jugendtraining unterstützen, insbesondere die Bambinis. Rund 30 Bambinis trainieren beim TSV Grötzingen. Um die Nachwuchsfußballer zu motivieren und effektiv zu fördern, setzt der Verein auf Stationstraining. Dabei wird jede Hand gebraucht. Genauso wie beim Training der D-Juniorinnen, die eine Spielergemeinschaft mit Neckartailfingen bilden. Sonja Koschei freut sich bereits auf die neue Herausforderung und hofft, dass die Kinder gerne mit ihr zusammenarbeiten.

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