Stadt Aichtal

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Aktuelles zum Mobilitätskonzept

Fit für die Zukunft Aichtal gibt Mobilitätskonzept in Auftrag

(tab) Aichtal macht sich fit für die Zukunft. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat der Stadt eine umfassende Untersuchung und Beurteilung des gesamten Verkehrs im Stadtgebiet Aichtal - das Mobilitätskonzept Aichtal 2030 - in Auftrag gegeben. Was genau es damit auf sich hat, wurde der Bevölkerung am Dienstag in der Festhalle Aich von Bürgermeister Lorenz Kruß und dem beauftragten Planungsbüro BS Ingenieure aus Ludwigsburg vorgestellt.

Rund 50 Personen waren der Einladung gefolgt, um sich über das Konzept zu informieren, Anregungen und Fragen einzubringen.
Den Hintergrund für dieses Mobilitätskonzept bildet die Stadtentwicklungsplanung, mit der sich der Aichtaler Gemeinderat seit mehreren Monaten beschäftigt. Neben den baulichen Aspekten tauchen dabei auch immer wieder Fragen zum Verkehr auf. Um zukunftsweisende Entscheidungen in beiderlei Richtungen treffen zu können, müssen daher zuerst einmal alle Verkehrsströme erfasst werden. Dazu zählen nicht nur Pkws und Lkws sondern auch landwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Fußgänger und Radfahrer. Diese Daten fließen später unter anderem in Bebauungspläne, Rahmenpläne oder Machbarkeitsstudien ein.

Frank Schäfer von BS Ingenieure erläuterte dazu das weitere Vorgehen der nächsten Monate. Gegliedert ist das Mobilitätskonzept in drei Phasen. Am Anfang steht die Analyse, gefolgt von der Prognose und den daraus entwickelten Maßnahmen. Im Herbst wird zunächst mit der Analyse begonnen, die mit den „Stadtteilspaziergängen“ startet. Hierzu wird die Bevölkerung eingeladen, denn deren Meinung und Erfahrung ist wichtig und soll mit einbezogen werden. Bei diesen Spaziergängen werden Auffälligkeiten und die örtlichen Gegebenheiten erfasst. Die Verkehrszählung findet erst allerdings im Frühjahr statt, da aufgrund der zurzeit bestehenden Baustellen und Umleitungen keine aussagekräftigen Zahlen erhoben werden können. Anders als früher erfolgt die Zählung nicht mehr durch Schüler, sondern mit Kameras, die den aufkommenden Verkehr unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen filmen, die Geschwindigkeit wird zudem über Mikrowellensender an Verkehrsmasten erfasst. An bestimmten, vorher jedoch nicht angekündigten Tagen, wird das Kraftfahrzeugaufkommen an verschiedenen Hotspots erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend entsprechend hochgerechnet.
Zudem erfolgt an einem Tag an 30 Knotenpunkten eine Verkehrsbefragung, dazu werden an jeweils vier Stunden morgens und abends die Verkehrsteilnehmer zu ihren zurückgelegten Fahrwegen befragt.
Zusätzlich wird die Bevölkerung über eine Haushaltsbefragung beteiligt. Damit sollen die pro Woche zurückgelegten Verkehrswege und die dazu benutzten Verkehrsmittel erfasst werden.  

Schon im Vorfeld ist das Interesse an der Thematik groß und die Zuhörer an dem Abend beteiligen sich rege, nutzen die Möglichkeiten sich zu informieren und Fragen zu stellen.
Nachdem parallel zum Mobilitätskonzept auch eine Lärmaktionsplanung erstellt wird, wollten die Anwesenden wissen, welcher Verkehrslärm in die künftige Planung miteinfließt, ob darunter auch der Fluglärm oder die beiden Bundesstraßen B 27 und B 312 fallen. Diplomingenieur Schäfer antwortete, dass der Fluglärm dabei nicht erfasst wird, zu den Bundesstraßen könne er nichts sagen.
Dass die Bundesstraßen für Unmut sorgen, zeigten die weiteren Feststellungen und Fragen eines Zuhörers. Bei Überlastungen der Bundestraßen und der Autobahn aufgrund von Unfällen, Umleitungen oder Sperrungen suchen sich die Autofahrer alternative Ausweichrouten, die ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für Aichtal bedeuten. Durch einen Ausbau der B 27 würde sich, seiner Ansicht nach, der Verkehr noch mehr ins Aichtal verlagern, deshalb möchte er wissen, welche Lärmschutzmöglichkeiten bestehen und ob eine Entlastung des Gebietes Froschegert beispielsweise über das Gewerbegebiet Riedwiesen denkbar wäre.

Konkrete Aussagen zur Lärmbelastung können laut Schäfer erst nach den Erhebungen und Auswertungen erfolgen, allerdings fließt ein Umleitungsverkehr nicht in die Erhebung ein. Hierbei handelt es sich um Ausnahmesituationen, die keine Rückschlüsse auf den normalen Zustand zulassen. Laut Bürgermeister Lorenz Kruß war eine Weiterführung der Straße zur Rudolfshöhe mit Anschluss an das Gewerbegebiet Riedwiesen schon einmal projektiert, jedoch nie weiterverfolgt worden.  Inwiefern Bedarf für einen Anschluss ans Gewerbegebiet bestehe, werde in der Untersuchung betrachtet.

Ein Zuhörer möchte gerne den öffentlichen Personennahverkehr im Konzept mehr berücksichtigt und besser ausgebaut sehen. Laut Bürgermeister Lorenz Kruß werde dies über den Nahverkehrsplan, der vom Kreistag beschlossen wurde, versucht. Dies gestalte sich jedoch nicht so einfach, da sehr viele Akteure mit an Bord seien und vor Bekanntgabe eines ersten Ergebnisses noch diverse Eckpunkte zu klären seien.  Insbesondere stehe noch eine Stellungnahme des Landkreises zu grundsätzlichen Fragestellungen aus.

Als ein weiteres Ärgernis empfindet ein Bürger den Schwerlastverkehr durch die Stadt und erkundigt sich nach einem Lenkungskonzept. Laut dem Rathauschef betrachte das Konzept auch diese Verkehrsströme. Das Ergebnis bedingt allerdings das weitere Vorgehen.
Zusätzlich war von Interesse, ob auch die Planung des neuen Gewerbegebietes erfasst werde, dies bestätigt Kruß ebenfalls.
Eine weitere Bürgerin sorgte sich um die Sicherheit der Schulkinder im Sulzweg, denn dort würden die Autos zu schnell fahren und die Fußwege zuparken. Daraus ergeben sich oft gefährliche Situationen. Bürgermeister Kruß versicherte, der Sulzweg sei Teil der Analyse und die Stadt hätte ein besonderes Augenmerk darauf.

Auf Fragen zum Rad- und Fußverkehr verdeutlichte Frank Schäfer, es handele sich um eine Angebotsplanung, in dem die Gemeinden den Verkehrsteilnehmern öffentliche Flächen zur Benutzung zur Verfügung stellen. Damit dieses Angebot auch dem Bedarf entspricht, sei es wichtig, sich bei der Befragung einzubringen.
Möglichkeiten dazu hat die Bevölkerung über die Haushaltsbefragung, die Ortsteilspaziergänge, Arbeitskreisen und den noch folgenden öffentlichen Veranstaltungen.

Hier finden Sie die Powerpoint Präsentation zur Veranstaltung in der Festhalle am 20.07.2016

Fragen und Anregungen

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Mobilitätskonzept?

Gerne können Sie sich an das Büro BS Ingenieure wenden.

Termine Stadtteilspaziergänge

„Mobilitätskonzept Aichtal 2030 und Lärmaktionsplanung“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 20. September 2016 haben wir Sie im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in der Festhalle Aich über das von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene „Mobilitäts-konzept Aichtal 2030“ und die damit verbundene Lärmaktionsplanung informiert.

In einem ersten Schritt sollten bereits im Herbst 2016 Zählungen und Befragungen aus dem laufenden Verkehr heraus vorgenommen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollten als Grundlage für die weiteren Verfahrensschritte verwendet werden. Etliche Baustellen in der näheren Umgebung (z.B. die nicht mehr befahrbare Verbindung zwischen Grötzingen und Wolfschlugen, die Vollsperrung des Tunnels der Ortsumgehung Neckartailfingen usw.) führten jedoch zu Verkehrsströmen, die nicht den regulären Bedingungen entsprachen. Aus diesem Grunde wurden die Zählungen und Befragungen in das Frühjahr 2017 verschoben.

Zum 31. März 2017 wurde der Tunnel der Ortsumgehung Neckartailfingen wieder für den Verkehr freigegeben. Wenige Tage später wurden jedoch weitere Sanierungs-maßnahmen an verschiedenen Brückenbauwerken der B 312 in Angriff genommen. Diese Baumaßnahmen stellen wiederum eine schwerwiegende Beeinträchtigung des regulären Verkehrs dar, so dass die Zählungen und Befragungen wieder nicht durchgeführt werden können. Diese müssen erneut in den Herbst 2017 verschoben werden.

Unabhängig davon wollen wir jedoch vorab einige Zwischenschritte unternehmen, um daraus ebenfalls wertvolle Informationen für die Erstellung des Konzeptes zu gewinnen. Wir beginnen zunächst mit den Stadtteilspaziergängen.

Hierfür bitte ich folgende Termine vorzumerken:

Stadtteil Aich:              Dienstag, den 9. Mai 2017, 18:00 Uhr,
                                        Treffpunkt: vor dem Rathaus Aich

Stadtteil Neuenhaus: Dienstag, den 16. Mai 2017, 18:00 Uhr,
                                        Treffpunkt
: vor dem ehemaligen Schlecker-Markt

Stadtteil Grötzingen:  Dienstag, den 23. Mai 2017, 18:00 Uhr,
                                        Treffpunkt
: vor dem ehemaligen Rathaus Grötzingen.

Zu diesen Stadtteilspaziergängen lade ich Sie und alle Interessierten herzlich ein. Auf der jeweils gemeinsam festzulegenden Route können Sie dann Problemstellen direkt vor Ort aufzeigen, auf Missstände hinweisen oder auch Tipps und Anregungen einbringen.

Ich freue mich sehr auf Ihr Kommen.

Lorenz Kruß
Bürgermeister

Ortsteilbegehung Aich

(tab) Bereits als das „Mobilitätskonzept Aichtal 2030“ vorgestellt wurde, sind die Ortsteilbegehungen angekündigt worden, doch sie wurden ins Frühjahr verschoben. Der Grund: Durch die zahlreichen Baustellen und Umleitungen in der Umgebung konnten die für das Mobilitätskonzept wichtigen Verkehrsbefragungen und –messungen bisher noch nicht stattfinden. Durch den Umleitungsverkehr wären die zu erfassenden Zahlen verfälscht worden. Darum werden auch die Ortsteilbegehungen später durchgeführt.

Am Dienstag war es dann soweit. Der Andrang war groß. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind der öffentlichen Einladung der Verwaltung gefolgt, um sich über die Zukunftspläne zu informieren und eigene Anregungen einzubringen. Den Auftakt der drei Veranstaltungen machte die Ortsbegehung in Aich. Bürgermeister Lorenz Kruß und Dipl.-Ing. Frank Schäfer von BS Ingenieure Ludwigsburg begrüßten die Teilnehmer im Foyer des Aicher Rathauses. Anhand des Ortsplanes legten sie die zu besichtigenden Schwerpunkte fest, erklärten das weitere Vorgehen. Beide betonten, wie wichtig es ihnen sei, die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen der Bewohner zu erfahren.

Dass der Unmut über den in den letzten Jahren zugenommenen Straßenlärm und Verkehr groß ist wurde bereits beim ersten Stopp deutlich. An der Ampelkreuzung Waldenbucher Straße zur Stuttgarter Straße. Die Bürgerinnen und Bürger machten ihrem Ärger und ihre Sorgen Luft. Der Lkw-Verkehr habe deutlich zugenommen und damit der Lärm und die Gefahr für die Kinder an der Ampelkreuzung. Die Kreuzung ist nicht gut einzusehen und viel zu knapp bemessen für die großen Fahrzeuge. Unverständnis besteht darüber, dass die Lastwagen aus dem Gewerbegebiet zu wenig die Auffahrt auf die B312 nutzen, die direkt ans Industriegebiet anschließt. Ärgerlich sei außerdem, der fehlende Anschluss an die B27. Der könnte entlasten, genauso wie ein nächtliches oder generelles Lkw-Fahrverbot durch Aich, sind sich die Bürger sicher.

Schwierig sehen sie auch die Belastung der Nebenstraßen durch Ortskundige, die den Weg abkürzen, vor allem Richtung Sulzweg, betroffen sind hier neben der Brunnen- auch die Keplerstraße. Ganz andere Probleme ergeben sich in der Straße zur Rudolfshöhe. Die neu ausgebaute Straße sei für Fußgänger gefährlich, denn Straßenkreuzungen lassen sich beim Überqueren nicht gut einsehen, stellte ein Bürger fest. Das gleiche Problem ergibt sich an der Grötzinger Straße auf Höhe des Friedhofes. Durch die am Straßenrand parkenden Autos bei Beerdigungen kann die Straße nur schlecht eingesehen werden, denn weder Zebrastreifen noch Querungsinsel sind hier vorhanden.

Die meisten Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, die an der Ortsbegehung teilgenommen haben, bestehen darin, die Straßen vor allem auch für Kinder sicherer zu machen, indem neue Querungshilfen geschaffen und die Fahrbahnen verengt werden, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Um den Verkehr zu verringern sollten zusätzliche Bushaltestellen geschaffen werden, vielleicht steigt, dann der ein oder andere auf den öffentlichen Personennahverkehr um.

Die eingebrachten Anregungen werden vom Ingenieurbüro aufgenommen und auf mögliche Lösungen hin überprüft.

Sie werden in das Gesamtkonzept einfließen, wenn tatsächlich Verbesserungen erzielbar sind. Welche Maßnahmen in welchen zeitlichen Rahmen umgesetzt werden können, entscheidet der Gemeinderat nach Vorlage des gesamten Konzepts. Dies wird allerdings noch etwas dauern, denn das Projekt hat erst begonnen.

Kontakt

Stadt Aichtal
Waldenbucher Straße 30
72631 Aichtal

Fon: 07127 5803-0
Fax: 07127 5803-60
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