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Thailand

Nachhaltige Hilfe für Ban Thung Khrok - Bürgermeister i.R. Herzog berichtet von seinen Eindrücken in Thailand

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Noch ganz beeindruckt von den Erlebnissen in Thailand ist Bürgermeister i.R. Klaus Herzog von seinen Asienurlaub zurück gekehrt. „Es ist hervorragend was die PDA (Population and Community Development Association) dort auf die Beine stellt und wie sie der Bevölkerung nach dem Tsunami hilft,“ schwärmt der Bürgermeister und berichtet, dass die Regierung zwar überall in den Touristengebieten alles in enorm kurzer Zeit aufgeräumt habe, aber in den reinen Wohnvierteln bisher noch nicht all zu viel geschehen sei. „Die Menschen werden im Prinzip hängen gelassen,“ stellt er fest. Es werden ihnen zwar Holz zum bauen von Häusern gestellt, sie erhalten auch Nahrungsmittel, aber es werde ihnen keinen Zukunftsperspektive gegeben, erzählt Klaus Herzog.

 „Dabei ist das das wichtigste,“ betont er. Deshalb ist er so begeistert von der PDA. Die Organisation möchte, dass die Dörfer, die von ihr unterstütz werden nach drei Jahren selbständig sind. Dazu hat sie einen zehn Punkteplan entwickelt, der individuell auf das Projekt angepasst wird. „Ich konnte mich vor Ort davon überzeugen, das die Art Unterstützung Hand und Fuß hat,“ erklärt der Rathauschef. Bestätigt habe ihm das außerdem Stephan Jauch von der Deutschen Welthungerhilfe, den er Vorort in Thailand getroffen habe. Er sei schon in Ruanda und Angola gewesen, dort werde hauptsächlich kurzfristig geholfen und kaum auf Nachhaltigkeit gesetzt. Anders in Thailand, der Schlüssel des Erfolges liegt an der Selbstbeteiligung der Menschen.

So erhalten die Kinder beispielsweise Schulbücher, -uniformen und Essen, dafür müssen die Mütter und älteren Kinder für die anderen abwechselnd das Mittagessen kochen oder ihnen wird beim Aufbau von Fischzucht oder landwirtschaftlichen Betrieben geholfen. Anders als in vielen anderen Ländern ist, dass die Hilfsorganisationen unter-einander kooperieren. „Wenn die eine Organisation sich entschieden hat Notunterkünf-te zu erstellen, kümmern die anderen sich um andere Dinge,“ berichtet Klaus Herzog begeistert. Davon konnte er sich selbst überzeugen, denn er begleitete Hilftrupps, traf sich mit dem Vietnambeauftragten der Deutschen

Entwicklungsgesellschaft Stefan Bepler, dem Bürgermeister von Krabi Keratesuk Phukaoluan und den zweit beliebtesten Mann nach dem König, Senator Mechai Viravidaya. „Die Thailänder waren alle unheimlich aufgeschlossen, entgegenkommend und sehr dankbar“, stellt der Bürgermeister fest. Kein Wunder, ist er doch der erste Amtsinhaber, der sich Vorort ein Bild von den Auswirkungen der Flutwelle machte und nach einer Partnerstadt nachfragte. Mit Ban Thung Khrok möchte Aichtal einem zerstörten Dorf eine neue Zukunft geben. „Enttäuscht sind die Thailänder allerdings über die europäische Presseberichterstattung,“ sagt Klaus Herzog, denn es sei nicht wahr, dass Thailand nur noch drei Monate ausländische Hilfe zulassen werde. Der Präsident habe lediglich gesagt, er möchte keine staatlichen Hilfen, von Humanitäre Hilfen sei nie die Rede gewesen. Dies habe zur Folge, dass kaum noch Journalisten in die betroffenen Gebiete gelassen werden, denn sie berichten meist nur darüber, was in ihr Schemenbild passe auch wenn Sie es nicht bestätigt finden.