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Motorrad-Oldtimermuseum in Aich

die Älteste

(lz) Die Leidenschaft für Motorräder wurde den Brüdern Hartmut und Herbert Merkle sozusagen in die Wiege gelegt. Schon ihr Vater hatte stets motorisierte Zweiräder, sein erstes hatte er als junger Mann beim Kartenspielen in der Kneipe gewonnen.  Den Eifer, den seine Söhne schon in jungen Jahren für die Maschinen entwickelten, sah er jedoch eher skeptisch – viel lieber wäre es ihm gewesen, sie hätten ihn ein bisschen mehr bei der Landwirtschaft unterstützt. 

Geholfen hat alles wenig – ab dem Moment, als der damalige Aicher Dorfschmied dem jungen Hartmut sein Moped überließ, also ab frühsten Teenagerjahren, verbrachten die Jungs jede freie Minute mit Schrauben. Während Hartmut schon bald seine Liebe für kleine Hondamaschinen, die „Dax“ und die „Monkey“ entwickelte, konzentrierte sich sein Bruder Herbert auf deutsche Krafträder, vor allem die der Firmen Adler und Maico, einem schwäbischen Fahrzeugbauer. Sie sammelten, reparierten und restaurierten liebevoll, verkauften und tauschten ein. 

Aus ein paar privaten Zweirädern ist so inzwischen eine Sammlung von gut 150 Stück geworden. Logisch, dass da irgendwann der Platz auf dem Grundstück knapp wurde. Deshalb entschieden sich die Brüder 1997 für den Bau des Aicher Oldtimermuseums. Hartmut, der das Hobby Anfang der 90er zum Beruf gemacht und sich mit einem Tuning- und Restaurationsbetrieb selbstständig gemacht hatte, verwandelte den Stall zur Werkstatt. Dort, wo früher die Scheune war, ist heute das Museum. 

Jedes Zweirad hier hat seine eigene kleine Geschichte. Die älteste, eine Adler, ist von 1904. Weder Kupplung, noch Getriebe hat sie – bei heutigen Straßenverhältnissen undenkbar. Nichtsdestotrotz sind all die Maschinen, die sich im Besitz der Brüder befinden theoretisch fahrtüchtig. Eines der Räder war sogar ein Original-Rennrad, ein weiteres  ist mit 24-Karat echt vergoldet. Viele der Fahrzeuge sind Raritäten, manche sogar wirklich Einzelstücke, etwa eines, das Hartmut Merkle nahezu komplett allein gebaut hat, indem er aus zwei Motoren einen konstruierte. Auch in der Sammlung: Ein „Minimo“- Abkürzung für Minimofa -, ein superleichtes Klappmofa, das beispielsweise früher von Piloten genutzt wurde, um über das Rollfeld zu ihren Flugzeugen zu gelangen. 

Man könnte noch viele solcher Geschichten erzählen – ebenso wie die Brüder Merkle gerne noch viel mehr Krafträder restaurieren würden. Etliche warten noch in einem Nebenraum darauf, wieder hergerichtet zu werden. Leider ist das Motorradschrauben jedoch zwar ein sehr schönes, aber auch ein sehr zeitintensives Hobby, für das neben Arbeit, Familie und allem, was sonst noch anfällt, wenig Zeit bleibt. „Wir sind auch ruhiger geworden“, geben die Brüder zu. Früher haben Sie jede Möglichkeit genutzt, um etwa auf Oldtimertreffen an weitere Maschinen zu kommen. 

Sie haben ja aber auch so schon eine wirklich stolze Zahl an motorisierten Zweirädern, die sich, bei Interesse, übrigens jeder einmal angucken darf – und das lohnt sich.

echte Rennmaschine
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